Fragen und Antworten

Studierende brauchen BAföG und eine Wohnung.
Wir garantieren bei unserem Fragebogen Datenschutz.

Du willst mehr über die Sozialerhebung wissen? Hier findest du Informationen zu oft gestellten Fragen. Das Thema, das dich interessiert, ist nicht dabei? Dann sende uns einfach eine Nachricht über das Kontaktformular und wir melden uns bei dir zurück.

 

Was ist die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks?

Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) ist eine deutschlandweit und auch international anerkannte Langzeitstudie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland. Dazu werden seit 1951 Studierende etwa im Dreijahrestakt befragt. Die Ergebnisse der Befragungen sind sowohl eine aktuelle Momentaufnahme als auch Grundlage für den Vergleich der Entwicklung über die Zeit. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob und wie sich die Chancen für den Zugang zur Hochschule im Laufe der Jahre verändert haben.

Wichtig: Die Sozialerhebung schreibt den Datenschutz groß! Die Befragung ist selbstverständlich anonym, und alle Auskünfte oder Daten werden streng vertraulich behandelt. Die Antworten werden anonym ausgewertet und dienen vor allem dazu, die Bedingungen für Studierende – das heißt auch deine – zu verbessern! Mehr zum Datenschutz findest du in den Antworten auf die Fragen 6, 10, 11 und 13.

Wonach wird genau gefragt? Themen bei der Sozialerhebung sind zum Beispiel:

  • Vorbildung, familiäre Herkunft und der Weg zur Hochschule
  • Merkmale des Studiums wie Studiengang, Studienverlauf und Studienaufwand
  • Wohnsituation
  • finanzielle Situation und Studienfinanzierung
  • Erwerbstätigkeit neben dem Studium
  • Familien- und Lebenssituation
  • Dienstleistungen und Angebote der Studentenwerke

Dieser Kernbestand an Themen wird noch um bestimmte Aspekte ergänzt, die eine wichtige Rolle für einzelne Gruppen spielen. Bei der 20. Sozialerhebung im Jahr 2012 lag zum Beispiel ein Schwerpunkt auf folgenden Bereichen:

  • Auslandserfahrungen von Studierenden
  • Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung

nach oben

 

Wer führt die Sozialerhebung durch?

Ins Leben gerufen hat die Sozialerhebung das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Dachverband der 58 Studentenwerke in Deutschland. Er arbeitet dafür, die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Belange der Studierenden an deutschen Hochschulen zu verbessern.

Das heißt ganz klar: Es geht auch um deinen Studienalltag und den deiner Kommilitonen/innen! Um Anstöße für Verbesserungen zu geben, bringt das DSW sein Wissen in die öffentliche Diskussion und die Gesetzgebung von Bund und Ländern ein.

Die wissenschaftliche Durchführung der Sozialerhebung liegt in der Hand des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover, des früheren HIS-Instituts für Hochschulforschung. Das DZHW speist die Befunde in den wissenschaftlichen Diskurs z. B. über Chancen und Restriktionen beim Zugang zur Hochschulbildung oder über individuelle und institutionelle Faktoren eines erfolgreichen Studiums. Die Analysen dienen gleichzeitig der evidenzasierten Beratung (hochschul-)politischer Akteure auf verschiedenen Ebenen (z. B. Hochschule, Hochschulstandort, Bundesland, Deutschland, studentische Vertretungen, Parteien, Gewerkschaften, Verbände). Die Sozialerhebung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.

nach oben

 

Wer wird befragt?

Die teilnehmenden Hochschulen ziehen nach den Vorgaben des DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung) eine Zufallsstichprobe aus ihrem Studierendenverzeichnis und verschicken die Einladungen zur Befragung an die betreffenden Studentinnen und Studenten. Zur 21. Sozialerhebung wird jede(r) sechste Studierende in einem Bachelor-, Master- oder einem traditionellen Studiengang zur Teilnahme eingeladen.

nach oben

 

Wie läuft die Befragung ab?

Im Sommersemester 2016 wird die Sozialerhebung zum ersten Mal als Onlineumfrage durchgeführt. Bist du für die Befragung ausgewählt, erhältst du von deiner Hochschule eine Einladung per E-Mail. Es ist ganz einfach: Deine E-Mail enthält einen individuellen Link, der dich direkt zum Online- Fragebogen führt. Einige wenige Studierende werden per Brief eingeladen. Dieser enthält ebenfalls eine Webadresse, über die Studierende auf ein Online-Tool gelangen. Hier loggen sie sich mit einem individuellen Passwort ein.

Deine Teilnahme an der Sozialerhebung ist selbstverständlich freiwillig. Die Beantwortung des Onlinefragebogens kannst du jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

nach oben

 

Wer hat mir die E-Mail mit dem Teilnahmeaufruf gesendet?

Die Hochschulen unterstützen die Befragung. Um Studierende anzuschreiben, haben sie die E-Mail-Adressen verwendet, die bei ihnen hinterlegt sind. Zuvor haben die Hochschulen aus ihrem Verteiler eine Zufallsstichprobe gezogen. Wichtig: Das Team der Sozialerhebung am DZHW, das die Befragung durchführt, kennt weder Namen noch E-Mail-Adressen der befragten Studierenden.

nach oben

 

Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

Die Anonymität der teilnehmenden Studierenden ist sichergestellt, weil

  • die Stichprobenziehung und die Einladung zur Befragung durch die Hochschulen erfolgen,
  • die Mitarbeitenden des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) niemals Namen oder E-Mail-Adressen der ausgewählten Studierenden erfahren,
  • die Hochschulen nicht erfahren, was einzelne Studierende geantwortet haben,
  • die Auswertung der Daten unter strenger Beachtung der Datenschutzbestimmungen erfolgt und die Ergebnisse so veröffentlicht werden, dass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen gezogen werden können.

Zusätzlich wichtig: Bei der Befragung werden selbstverständlich die geltenden Qualitätsstandards erfüllt. So ist für das DZHW die „Richtlinie für Online-Befragungen“ des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V.) bindend.

Und es gelten die 2001 verabschiedeten Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung. Diese wurden speziell für die Markt- und Sozialforschung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI), der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (D.G.O.F.), dem Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e. V. (BVM) und dem Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. (ADM) entwickelt.

nach oben

 

Welche Vorteile bringt mir die Teilnahme?

Darum lohnt sich die Teilnahme an der 21. Sozialerhebung:

  • Du leistest einen Beitrag für alle heute Studierenden und auch für zukünftige Jahrgänge. Denn die Ergebnisse der Sozialerhebung sind für zahlreiche Maßnahmen im Bereich Hochschule, Bildung und Sozialpolitik relevant.
  • Deine Auskünfte tragen dazu bei, ein repräsentatives Bild von der Situation aller Studierenden in Deutschland zu gewinnen. Argumente, die auf diesen neu gewonnenen Informationen beruhen, werden von studentischen Interessenvertretungen und von der Politik gleichermaßen ernst genommen. Und sie korrigieren realitätsferne Vorurteile gegenüber Studierenden!
  • Du vertrittst deine Meinung in einer viel beachteten Umfrage und machst deine persönlichen Lebensbedürfnisse geltend. Das ist gerade dann besonders wichtig, wenn du zu einer Minderheit an der Hochschule gehörst.
  • Du setzt ein einmaliges Langzeitprojekt fort und hinterlässt deine Spuren in der deutschen Sozialgeschichte – natürlich nur anonym.
  • Du hilfst mit, ein Stück Bildungsgerechtigkeit herzustellen und die soziale Mobilität in Deutschland zu fördern.
  • Du hilfst den 58 regionalen Studentenwerken in Deutschland, ihr Angebot an Wohnheimen, Mensen, Cafeterien und Kitas zu verbessern.
  • Du leistest einen Beitrag für wissenschaftliche Erkenntnisse z. B. über die Bedingungen und Faktoren des Zugangs zur Hochschule bzw. zu Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium.

nach oben

 

Was bedeutet „repräsentativ“ – gibt es denn überhaupt eine typische Studierende oder einen typischen Studierenden?

Den repräsentativen Studenten oder die typische Studentin gibt es nicht. Die Sozialerhebung richtet sich grundsätzlich an alle Studierenden, unabhängig davon, ob sie zum Beispiel ledig oder verheiratet sind, eigene Kinder haben, über Berufserfahrungen verfügen oder ob sie nur selten an der Hochschule sind. Alter und Studiendauer spielen ebenfalls keine Rolle. Studierende bilden nun mal eine sehr heterogene Gruppe, haben ganz unterschiedliche Biografien und Interessen sowie Lebens- und Studiensituationen. Diese Vielfalt einzufangen ist ja gerade ein zentrales Ziel dieser Studie.

Eine Stichprobe gilt dann als „repräsentativ“, wenn ihre Zusammensetzung nach bestimmten Merkmalen (zum Beispiel Geschlecht, Studienfach, Hochschulart) mit den entsprechenden Anteilen in der Grundgesamtheit übereinstimmt. In diesem Fall ist die Grundgesamtheit die Zahl aller Studierenden in Deutschland.

nach oben

 

Ist der Fragebogen überhaupt passend für alle Teilnehmenden?

Um eine optimale Auswertung der vorhandenen Informationen zu gewährleisten, enthält der Fragebogen überwiegend vorgegebene Antwortoptionen. Daher ist es leider nicht möglich, Fragen zu allen Aspekten des Lebens von Studierenden zu stellen bzw. alle denkbaren Varianten des Lebens in Antwortvorgaben zu berücksichtigen.

So wird es eventuell einzelne Fragen geben, bei denen du gewünschte Antwortvarianten vermisst oder deren konkrete Formulierung nicht ganz genau auf dich persönlich zutrifft. Auch kann es sein, dass Fragen fehlen, die du vielleicht wichtig findest. Diese konnten möglicherweise aus inhaltlichen oder formalen Gründen nicht einbezogen werden oder sie wurden herausgelassen, da der Fragebogen einen gewissen Umfang nicht überschreiten darf.

Solche Fragen kannst du gerne im Kommentarfeld des Online-Fragebogens ergänzen. Wir werden deine Anmerkungen prüfen und möglicherweise bei der nächsten Sozialerhebung berücksichtigen.

nach oben

 

Was passiert mit den Angaben aus der Befragung?

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover wertet die erhobenen Daten mit wissenschaftlichen Methoden aus. Dabei werden die geltenden Datenschutzbestimmungen beachtet.

Die Ergebnisse werden in Tabellen und Grafiken zusammenfassend dargestellt, kommentiert, interpretiert und in Berichtsform aufbereitet.

Nach dem Ende der Projektlaufzeit wird ein „Scientific–Use–File“ (SUF) erstellt, das von Studierenden sowie Wissenschaftlern/innen für Sekundäranalysen genutzt werden kann. Nutzungsanträge dafür können beim Forschungsdatenzentrum (FDZ) des DZHW gestellt werden.

nach oben

 

Wie werden die Daten aufbereitet und ausgewertet?

Die Aufbereitung und Auswertung der Daten ist ein vielschichtiger Prozess: Zum Beispiel werden die Angaben zu offenen Fragen aus den Freitextfeldern mit Zahlenwerten codiert, damit sie statistisch ausgewertet werden können. Weiterhin wird anhand logischer Checks geprüft, ob die gegebenen Antworten plausibel sind.

Dann werden die Daten gewichtet, damit Verzerrungen erkannt und ausgeglichen werden können. Und die Befragten werden – natürlich anonym – nach bestimmten Kriterien (zum Beispiel Geschlecht, Semesterzahl, Studienfach) gruppiert. Mehr zur Methodik der Datenauswertung erfährst du hier.

nach oben

 

Wann werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Die Veröffentlichung des Hauptberichtes ist für den Frühsommer 2017 geplant. Der Sonderbericht zu ausländischen Studierenden in Deutschland wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 publiziert.

Alle Berichte werden als Download auf dieser Website zu finden sein. Zusätzlich werden an dieser Stelle vielfältige Grundauszählungen bereitgestellt (zum Beispiel nach Regionen, Ländern oder soziodemografischen Merkmalen).

nach oben

 

Für wen sind die Ergebnisse der Befragung wichtig?

Die Sozialerhebung liefert eine Fülle von Daten und Informationen, die für viele Akteure interessant sind. Zu ihnen gehören insbesondere:

  • studentische Interessenvertretungen (DSW, Studentenwerke, AstAs, StuRas)
  • Akteure und Entscheidungsträger in Sachen Bildungspolitik, Hochschulreform, Infrastrukturplanung
  • Leitungen der Hochschulen und Fachbereiche
  • Lehrkräfte und Lehrbeauftragte an den Hochschulen
  • Studierende und Studienberechtigte
  • internationale Vergleichsprojekte auf EU-Ebene
  • Hochschulforschung, Sozialberichterstattung
  • Studierendenberatungen
  • Beauftragte für behinderte Studierende
  • Beauftragte für ausländische Studierende, Tutorinnen und Tutoren
  • Familiengerichte
  • Eltern von Studierenden und Studienberechtigten
  • Beauftragte für Gleichstellung

Wichtig: Alle Interessengruppen können selbstverständlich nur auf anonymisierte Ergebnisse zugreifen. Der Datenschutz ist vollständig sichergestellt!

nach oben