Die Ziele der Sozialerhebung

Die Sozialerhebung stärkt auch benachteiligte Studierende.
Die Sozialerhebung stärkt auch benachteiligte Studierende.

In der Regel wird mit der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks alle drei Jahre die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden in Deutschland ermittelt. Dies geschieht in Form einer anonymen Befragung. Die 21. Sozialerhebung – im Sommersemester 2016 – findet zum ersten Mal als Onlinebefragung statt. Deine Teilnahme zählt! Es geht ganz einfach und ist sinnvoll investierte Zeit.

Klar ist: Ein erfolgreiches Studium hängt nicht nur davon ab, wie die Bedingungen an den Hochschulen selbst aussehen. Ganz entscheidend sind auch die sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Zum Beispiel: Welche Wohngelegenheit finde ich? Wie finanziere ich meinen Lebensunterhalt? Wie viel Zeit stecke ich in meinen Studentenjob und wie viel Kraft beansprucht die Erziehung meines Kindes?

Das herauszufinden, ist das Ziel der Sozialerhebung. Denn nur so erfährt die Politik, wo dringender Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen zielführend sind. Und auch die 58 regionalen Studentenwerke möchten wissen, was die Studierenden tatsächlich benötigen und wie Beratungs- und Serviceangebote sinnvoll zugeschnitten werden sollten.

Die 21. Sozialerhebung: größer, genauer, digitaler

Die 21. Sozialerhebung wird erstmals als Online-Befragung durchgeführt und umfasst eine einmalig große Stichprobe. Dazu erhält jede sechste bzw. jeder sechste der rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland (ohne Studierende im Promotions- bzw. Fernstudium) eine Einladung per E-Mail von ihrer bzw. seiner Hochschule.

Dadurch wird es möglich, sehr unterschiedliche und teilweise kleine Studierendengruppen unter die Lupe zu nehmen. Das sind zum Beispiel die Teilzeitstudierenden, Stipendiaten/innen, Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, berufsbegleitend/dual Studierende oder Studierende mit Kind. Für die meisten dieser Gruppen werden erstmals differenzierte Ergebnisse gewonnen.

Die Umstellung auf eine Onlinebefragung erfordert umfangreichere und detailliertere Vorbereitungen als in den Vorjahren. Deshalb wird die 21. Sozialerhebung erst im Sommersemester 2016 durchgeführt. Erste Ergebnisse in Form des Hauptberichtes liegen voraussichtlich im Frühsommer 2017 vor.

Wir rechnen, damit du zählst!

Mit der Durchführung der 21. Sozialerhebung ist das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) – als Nachfolger des HIS-Institutes für Hochschulforschung – in Hannover beauftragt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führen die Sozialerhebung seit nunmehr 35 Jahren durch und haben damit eine weltweit einzigartige Langzeitstudie geschaffen. Finanziell gefördert wird die 21. Sozialerhebung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.